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Den "Gottesstaat" weiterdenken
Fußnote und Fortsetzung zum Gottesstaat des Augustinus

Teil 3

... blickt vor allem in die Vergangenheit der nunmehrigen römischen Weltkirche. Überlegungen zur Einheits-, Gewalt- und Judenfrage drängen sich vor sowie die deutsche Teilkirche als besondere Problemzone bis heute. Das bei Matthäus sich findende "Felsenwort" des Herrn an Petrus ist zum Eckstein geworden, hat sich als Grundstein von Hirtengewalt, Lehramt und Hierarchie entpuppt (allen Unflätigkeiten des deutschen reformatorischen Nationalheros zum Trotz). Nichts darf davon abgestrichen werden. Wie auch immer drängende, anstehende Reformen sind daran zu messen, in wie weit alle Beteiligten und Betroffenen und Verunsicherten gestärkt daraus hervorgehen.
Die Kritik an der Kirche sollte nicht übersehen, daß ihre Maßstäbe und Wertungen sich letztlich von der Kritisierten her beziehen, sich auf Werte beziehen, die diese in die Welt gebracht hat, indem sie auf das Vorhandene einging und sich darum kümmerte - sich offensichtlich manchmal auch daran schwer verhob. Die Kirche wird schließlich auch einmal dem Gericht ihres Herrn entgegengehen . . .
mit dem Sakrament des Altares in der Hand, das dem Herrn zeigen wird, daß er durch sie noch einen Schritt über die Menschwerdung hinaus in Irdisches getan hat . . . dem gegenüber alles verstummen wird . . . bei der möglichen Antwort Jesu setzen Phantasie und Imagination des Verfassers aus . . .
Nikolai Berdiajew vertritt die These, daß sich im Lauf der Geschichte die Zeiten nicht zum Guten entwickeln, daß vielmehr das Gute wie das Böse sich immer gnadenloser herauskristallisieren würden. In der unglücklichen Konfrontation zwischen Kirche und Judentum, Papstkirche und Deutschland mag man dafür Belege finden. Die Schäden, die von "Reformatoren" der Kirche des Petrus zugefügt wurden, hat Deutschland allerdings gewissermaßen im Vorhinein aufgewogen (man beschäftige sich mit der Regierungszeit Kaiser Heinrichs III. und ihren Folgen).

    
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